Sprachpaten

Förderung der sprachlichen, sozialen und schulischen Integration von Grundschulkindern

Sprache ist ein zentraler Schlüssel zu schulischem Erfolg und gelungener Integration. Wer sich sprachlich ausdrücken kann, wird auch „gehört“ und findet seinen Platz in der Gesellschaft. Das damit verbundene Selbstwertgefühl ist – zusammen mit Bildung – der größte Schatz, den wir Kindern für ihre Zukunft mit auf den Weg geben können.

So unterstützen unsere Sprachpat*innen ihre Sprachpatenkinder auf Distanz:

Mit unseren Patenkindern sind wir in regelmäßigem Kontakt. Wir telefonieren oder schreiben uns Mails. Die Mutter wollte wissen wie man Nudelsalat macht, dann helfen wir der Familie in behördlichen Dingen. Wenn es etwas auszufüllen gibt bemühen wir die Post.

Trotz Kontaktverbot pflege ich den Kontakt seit drei Wochen per WatsApp zu meinem Sprachpatenkind und dessen Familie.

Vor ca. zwei Wochen haben ich den Kindern ein Paket mit Ostersachen zum Spielen und Basteln gebracht. Letzte Woche bekamen sie diverse Bücher zum Lesen, für verschiedene Altersstufen. Wir machen das dann immer so: Ich bringe die Pakete zu ihrem Haus, klingle, halte mich in entsprechendem Abstand und die Kinder holen die Sachen an der Haustüre ab. Ein kurzes Winken und ein gerufener Gruß sind nur auf Abstand möglich.

Ich halte per Telefon und durch Briefe Kontakt zu meinem Sprachpatenkind, da ich gerne schreibe und auch bastle. Sie hat sich zur zweitbesten Schülerin ihrer Klasse entwickelt und hat sehr an Selbstvertrauen gewonnen. Diese Entwicklung möchte ich gerne weiter unterstützen.

In den bevorstehenden Osterferien lasse ich mir die Hausaufgabenblätter schicken und schaue mir an was mein Patenkind gemacht haben. Sie ist sehr fleißig und macht regelmäßig ihre Hausaufgaben, die dann per Mail an die Lehrerin gesendet werden. Im Gegenzug bekommt sie dann neue Aufgabenblätter geschickt. Bei Fragen stehe ich ihr stets zur Seite. Das funktioniert ganz gut.

Ich bin mit meinem Patenkind im regelmäßigen Kontakt. Wir schreiben oft WhatsApp Nachrichten, und telefonieren regelmäßig wegen den Hausaufgaben. So kann ich Verständnisfragen beantworten und sie weiterhin unterstützen. Ein kleines Osterkörbchen an sie und ihren Bruder soll die Zeit ein wenig versüßen.



Worum geht es bei den Sprachpaten?
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Kunstabenteuer für Jung und Alt – Die Malwerkstatt in der Karlsruher Kunsthalle

Sprachpatin Margrit Fritz hat den Besuch am 23.November, organisiert, der Kinderschutzbund finanziert. 13 Kinder werden am Samstagmorgen in die Staatliche Kunsthalle Karlsruhe gebracht. Frau Rieger von der Museumspädagogik platziert sie auf Kissen und zeigt auf das schreckenerregenste Gemälde, das von hier aus in der Orangerie zu sehen ist: Max Ernst „Der Wald“. Da hoppelt kein Hase, da schnürt kein Fuchs, da piept keine Meise. Da beherrscht ein riesiger dunkler Ring den nachtblauen Himmel, und im Vordergrund wuchern schwarzbraune Wurzelstrünke, morsche Äste und andere gruselige Dinge. Allgemeine Ratlosigkeit.

Dann fordert Frau Rieger auch noch auf, die Augen zu schließen – beste Voraussetzungen für eine Bildbetrachtung. Allerdings: die Kinder machen mit. Und als Frau Rieger mit Rasseln, Schellen und allerhand Rhythmusinstrumenten Assoziationen zu Gegenständen abfragt, entdecken sie Würmer, Bäume, Vögel, Schlingpflanzen in dem Gemälde, die gar nicht vorhanden sind. Aber sie sollen ja keine Bildinterpretation liefern, sondern Anregung bekommen für eine eigene Kreation.

Die entsteht in der zweiten Stunde des Kunsthallen-Besuchs im Keller des Hauptgebäudes. Verhüllt in alte Hemden und Blusen bestreichen die Kinder Holzstücke mit Farben, um damit große Papierbögen zu bedrucken. Eine Jakobsmuschel gibt es als Stempel, eine Art Fächer, schmale Vierkant-Stöcke und breitere Latten – Wasser, dicke Pinsel und die Anweisung, sie gut zu reinigen, bevor sie in den nächsten Farbtopf getaucht werden. Es herrscht geschäftige Ruhe, höchste Konzentration. Und was dabei herauskommt, sind lauter eigenständige kleine Kunstwerke. Viele tragen die Grundstruktur des Ernst-Bildes: etwas großes Rundes etwa mittig oben, aufstrebende längliche Figuren im Vordergrund, manchmal zu Gruppen zusammengefasst, über- und durcheinander ragend. Nur: Farbig sind die Bilder. Aus Max Ernsts düsterem Wald haben die Kinder kunterbunte Gestrüppe gemacht, lustige Dickichte in Rot, Blau, Gelb, Grün. Und – kleiner Wink mit dem Zaunpfahl – sie wollen da wieder hin, in die Malwerkstatt.



Sprachpaten beim Barco Kindertag

Zum wiederholten Male waren viele Sprachpaten-Kinder gemeinsam mit ihren Pat*innen von der Firma Barco Control Rooms GmbH zum Barco Kindertag im Filmpalast am ZKM eingeladen. In diesem Jahr konnten außerdem über 30 Kinder des Horts der Grundschule Beiertheim an der Veranstaltung teilnehmen.
Nachdem die Kinder in vier Gruppen eingeteilt wurden, durchliefen sie verschiedene Stationen. Neben einem Malwettbewerb zum Thema Kino durften sie sich an einer Spielekonsole ausprobieren und in der Hüpfburg austoben. Mitarbeiter*innen der Firma Barco erklärten den Kindern die unterschiedlichen Projektoren und Materialien und zeigten ihnen einen Vorführraum. Nachdem die Kinder die Stationen durlaufen hatten, bekamen alle ein Getränk und Popcorn und schauten gemeinsam den spannenden Abenteuerfilm „Dora und die goldene Stadt“. Beim Ausgang bekam jeder ein kleines Präsent und ein erlebnisreicher Kinotag ging zu Ende.
Herzlichen Dank an die Organisator*innen der Firma Barco für die Einladung und dieses tolle Event!



Sprachpatenkinder auf dem Hockenheimring

Am 10. Mai 2019 lud der Rennfahrer Bertram Hornung vom Porsche Rennteam CarTech zehn Kinder mit ihren Sprachpaten auf den Hockenheimring ein. Organisiert wurde der Ausflug von unserem Sprachpaten Michael Franzen.

Die Kinder konnten die Rennwagen aus nächster Nähe sehen und durften sich in ein Auto setzen, um sich mit unserem Gastgeber fotografieren zu lassen. Später konnten die Kinder auf dem Siegerpodest stehen und danach das Kontrollzentrum besichtigen. Von der Zuschauertribüne aus konnten sie die Fahrzeuge, die mit einer Geschwindigkeit von bis zu 250 km/h unterwegs sind, auf der Strecke sehen. Zum Abschluss unseres Besuchs gab es für alle eine (oder mehr) leckere „Rennbratwurst“ und Getränke.
Ein herzliches Dankeschön an die Gastgeber!

weitere Berichte zum Ausflug:
Der Kinderschutzbund zu Besuch auf dem Hockenheimring
Bertram Hornung- Fan Club

 

Weitere Aktivitäten der Sprachpaten:
Bericht einer Sprachpatin
Bericht über den Ausflug der Sprachpaten zur Hauptfeuerwache Karlsruhe

Der 1. Preis des Wettbewerbs Familienfreundliches Ettlingen 2017 geht an „Sprachpaten“ und „Sprachpaten PLUS“!
Ziel des Wettbewerbs ist es, das Bewusstsein für die Bedürfnisse heutiger Familien weiter zu entwickeln, innovative Projekte und Maßnahmen zur Förderung der Familienfreundlichkeit anzuregen bzw. entsprechend zu würdigen.

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